Liebe Schwestern und Brüder der Gemeinden in der Erlöserkirche Berlin-Tegel und in der Kreuzkirche Berlin-Spandau,

Paulus schreibt: “Jesus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes.“                                                            (Brief an die Kolosser 1,15)

Was könnte mit dem Begriff „Ebenbild“ gemeint sein?

Im griechischen Text steht an dieser Stelle die Vokabel „eikohn“. Mit diesem Wort  bezeichneten damals Menschen, die Götzen verehrten, ihre Bilder und Statuen. Sie glaubten, dass ihre Götter unsichtbar in der Welt sind. Um sie sichtbar werden zu lassen, machten sie sich Bilder von ihnen, deren Formen auf angebliche Erfahrungen mit ihnen zurückgingen.

Manchmal begegne ich in meinem Alltag solchen Götzen. Dann staune ich  darüber, dass sie noch im aufgeklärten 21. Jahrhundert aufgestellt werden. Eher hätte ich gedacht, dass die Mehrzahl der Deutschen heutzutage kein Interesse mehr an Religion hat.

Die Bibel wendet sich durchgehend gegen Götzen. Sie toleriert sie nicht einmal. In ihnen könne man Gott gar nicht erkennen, nicht einmal ansatzweise. Sie führten Menschen sogar in die Irre.

„Aber“, höre ich mich fragen, „wie können wir uns denn Gott vorstellen? Wo finden wir ein tragfähiges Bild von ihm, an dem wir unser Leben ausrichten können?“

Genau auf diese Frage gibt Paulus die Antwort: Jesus ist das echte „eikohn“, das Ebenbild Gottes, an dem wir uns orientieren können. Das hat der Nazarener selbst auch schon formuliert: „Wer mich sieht, der sieht den Vater.“

„Eikohn“ kann übrigens auch mit „Spiegelbild“ übersetzt werden. An einem alten, denkmalgeschützten Haus im thüringischen Eisenach habe ich an einem Fenster im Erdgeschoss einen merkwürdigen, schräggestellten Spiegel entdeckt. Der Stadtführer erklärte uns, dass dieser Spiegel früher „Spion“ genannt wurde. Wer ein solches Teil angebracht hatte und sich in seiner Wohnung ans Fenster setzte, konnte durch diesen Spiegel alle Vorgänge auf der Straße beobachten. Er selbst sah die Straße nicht, aber im Spiegelbild erkannte er klar, was dort geschah.

Jesus ist nach Ansicht des Neuen Testaments das „Spiegelbild“ des lebendigen Gottes. Gott selbst können wir nicht sehen. „Er wohnt in einem Licht, da niemand zukommen kann“ formuliert es eine alte Revision der Lutherbibel in interessanter Weise.

Er ist ein verborgener Gott. Allerdings: In den Worten und im Handeln Jesu sehen wir ihn. Damit ermöglicht er uns die Orientierung, die wir so nötig brauchen.

Deshalb, liebe Leserin, lieber Leser, ist es sinnlos, Gott irgendwo anders suchen zu wollen, als in Jesus Christus. In ihm jedoch vermögen wir sogar, in Gottes Herz zu sehen.

Ich finde das echt aufregend.

 Herzliche Grüße

Ihr/Euer Pastor Matthias Zehrer

AUS DER LOSUNG VOM 12. AUGUST:

Lass deine Augen offen sein für das Flehen … deines Volkes …, dass du sie hörst, sooft sie dich anrufen. 

1. Könige 8,52

DER LEHRTEXT:

Jesus spricht: Was ihr mich bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun. 

Johannes 14,14 

INFORMATIONEN AM MITTWOCH, 12. AUGUST 2020: 

Neue Regelungen für das Singen in geschlossenen Räumen:

Seit 10. August darf in geschlossenen Räumen unter Beachtung folgender Auflagen wieder gesungen werden: 

– Abstand der Singenden zueinander: mindestens 2 m, 

– Abstand der Singenden zu einem Publikum (z.B. einer Gemeinde):  mindestens 4 m,

 – Dauer von Konzerten, Gottesdiensten u.a. Veranstaltungen, in denen gesungen wird, wenn keine professionellen Lüftungsanlagen vorhanden sind: 1 Stunde. 

– Alltagsmaske: wird empfohlen, ist aber nicht verpflichtend.

Unsere Bezirksvorstände sind die Gremien, die vor Ort entscheiden, welche bestehenden Maßnahmen in unseren Gemeinden aufgehoben werden. Die nächsten Sitzungen sind am Di, 18.08. (BV Spandau) und am Di, 01.09. (BV Tegel). Bis dahin bleiben unsere derzeitigen innergemeindlichen Sicherheitskonzepte gültig.   

Veranstaltungen in der Kreuzkirche Spandau: 

–  Der Bezirksvorstand plant nach Absprache mit den Gruppenleitenden, ab September das Gemeindeleben wieder auf nahezu 100% hochzufahren. 

– Ende August erscheinen wieder die >GemeindeNachrichten<: für die Monate September/Oktober. 

– Der UmsonstLaden und das >café kreuzkirche< bleiben bis auf weiteres geschlossen. Proben der KreuzPfeifer finden derzeit nicht statt.

– Ab Sonntag, 16. August laden wir wieder zu zwei aufeinanderfolgenden Gottesdiensten ein. Von 10 Uhr bis 11 Uhr sowie von 11.15 Uhr bis 12 Uhr. Der zweite ist für unsere Kinder und ihre Eltern gedacht und wird von der KinderKirche unserer Gemeinde gestaltet. In der Zeit zwischen beiden Gottesdiensten treffen sich beide „Versammlungen“ zum gemeinsamen Singen im Kirchengarten.

 –  Das erste Abendmahl seit Februar findet am So, 2. September statt, mit Oblaten und Einzelkelchen und einem speziellen Hygienekonzept.

– Um für die Erkältungszeit gewappnet zu sein, wurde an der Kanzel in der Kreuzkirche ein breiter Schutzschild aus Plexiglas („Spuckschutz“) angebracht.

Veranstaltungen in der Erlöserkirche Tegel: 

 –  Der Bezirksvorstand plant nach Absprache mit den Gruppenleitenden, ab September das Gemeindeleben wieder auf nahezu 100% hochzufahren. 

– Ende August erscheinen wieder die >GemeindeNachrichten<: für die Monate September/Oktober. 

–  Das erste Abendmahl seit Februar fand am So, 2. August statt, mit Oblaten und Einzelkelchen und einem speziellen Hygienekonzept. Das nächste feiern wir am So, 27. September.

– Aktionen mit dem Stand in der Fußgängerzone finden bis auf weiteres nicht statt. Deshalb tagt auch die AG Offene Kirche momentan nicht.

– Aufgrund der hohen Auflagen kommt der Seniorenkreis derzeit nicht zusammen.

Pastor Zehrer hat vorsichtshalber die BibelGeschichten im Kindergarten „Schatzinsel“ ausgesetzt.

Pastor M. Zehrer                                                                      

Zum Mittwoch, 12. August

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