Liebe Gemeinden in der Erlöserkirche Berlin-Tegel und in der Kreuzkirche Berlin-Spandau!

Die Götter der Völker sind nur tote Götzen,  der Herr aber hat den Himmel geschaffen. Macht und Hoheit umgeben ihn,  Pracht und Herrlichkeit erfüllen seinen Tempel.       Psalm 96 | 5f

Eigentlich habe ich etwas gegen abschätzende Vergleiche wie hier im Text. Das erinnert an Auseinandersetzungen im Kindergarten: Mein Papa kann dies und das! Mein Papa kann noch viel mehr…

Was beweisen solche Aufschneidereien, außer, dass jedes Kind seinen Papa toll findet?

Genau darum geht es bei diesem Bekenntnis zum Gott Israels. Wenn der Psalmbeter darauf verweist, dass Gott den Himmel schuf, macht das deutlich, dass er seinen Gott „himmlisch“ findet. Er schlägt sogar vor, diesem Gott ein neues Loblied zu singen (siehe Kontext!). Das soll alle Welt hören: Gott ist groß und einzigartig!

Die alttestamentliche „Geschichtsschreibung“ zeigt es auf: Israels Gott ist den anderen Göttern weit überlegen. Aber wird das irgendetwas am sogenannten Götzendienst der Leute ändern?

Niemand lässt sich gerne seinen Fußballverein madig machen. Oder seinen PKW-Typ. Oder seine Essgewohnheiten. Oder seine Art, den Urlaub zu verbringen. Oder die Partei, die er überzeugt wählt. Oder die christliche Gemeinde, mit der er sich tief im Herzen verbunden fühlt. Erst recht nicht seinen Glauben. So ist es heute und so war das damals.

Mit abschätzenden Vergleichen kommt da niemand weiter. Da müssen schon bessere Argumente her.

Der Psalmbeter wirft jedoch etwas in die Waagschale, das nicht zu unterschätzen ist: Er ist von seinem Gott so hingerissen, so begeistert, dass es geradezu ansteckend wirkt!

Als Kind sah ich einmal Luis Trenker im Fernsehen. Er erzählte anschaulich von süßen, saftigen Aprikosen. Mir lief bei der bloßen Beschreibung dieser Früchte das Wasser im Mund zusammen. Seitdem mag ich Aprikosen.

Durch Begeisterung andere für die „eigene Sache“ zu begeistern, ist auch ein guter Weg christlicher Mission. Mein Gott, der in Jesus Christus Mensch wurde, macht es nicht besser, er macht es gut. Das reicht! Aufrichtigkeit, Natürlichkeit und der Verzicht auf Abschätzigkeit überzeugen. Der Überschwang stößt viele einfach nur ab.

Paulus hat das in seiner brillianten und von hoher Wertschätzung getragenen Rede auf dem Areopag überzeugend vorgeführt.

Und wir? Könnten uns fragen: Was finde ich an meinem Gott, an meiner Gemeinde, an meinem Glauben gut? Was würde mir fehlen, wenn ich auf all das dauerhaft (!) verzichten müsste?

Vielleicht könnten wir auch einmal versuchen, ein Loblied auf Gott zu dichten. Reimen würde auch schon genügen. Also: Eine schöne Melodie hernehmen und das Herz sprudeln lassen. Und am Ende noch einmal überarbeiten. Und ganz am Ende (des Lockdowns) der Gemeinde vorsingen. Oder schon vorher als Kommentar dieser Andacht beifügen. J

Ein erster Versuch soll diese Andacht abschließen: „Meinem Gott vertraue ich, / auf ihn schau und baue ich. / Er ist meines Lebens Grund, / das bezeugen Herz und Mund.“   

Herzliche Grüße                                                                                                                                     

Ihr Pastor Matthias Zehrer


INFORMATIONEN AM MITTWOCH, 6. Januar 2021: 

Neuigkeiten aus dem Berliner Distrikt, der Norddeutschen Jährlichen Konferenz und der Zentralkonferenz Deutschland:

Gegenwärtig liegen keine neuen Informationen vor!

Neuigkeiten aus der Gemeinde in der Erlöserkirche B-Tegel: 

Bis einschließlich Sonntag, 10. Januar 2021 finden in der Erlöserkirche keine Gottesdienste und auch keine weiteren Veranstaltungen, Zusammenkünfte und Sitzungen statt.

Wenn es möglich ist, wird der Bezirksvorstand in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 12. Januar darüber beraten, wann und wie das Gemeindeleben wieder aktiviert werden kann.

Die Ergebnisse dieser Beratungen finden Sie dann am Mittwoch, 13. Januar unter meiner Andacht hier im Blog.

Bitte gehen Sie aber davon aus, dass bei einer Verlängerung des staatlichen Lockdowns auch weiterhin keine Veranstaltungen in unserer Kirche stattfinden werden.

Pastor M. Zehrer | Di, 05.01. | 12 Uhr

Neuigkeiten aus der Gemeinde in der Kreuzkirche B-Spandau: 

Bis einschließlich Sonntag, 10. Januar 2021 finden in der Kreuzkirche keine Gottesdienste und auch keine weiteren Veranstaltungen, Zusammenkünfte und Sitzungen statt.

Wenn es möglich ist, wird der Bezirksvorstand in seiner nächsten Sitzung am Mittwoch, 13. Januar 2021 darüber beraten, wann und wie das Gemeindeleben wieder aktiviert werden kann.

Die Ergebnisse dieser Beratungen finden Sie dann am Donnerstag, 14. Januar unter meiner Andacht hier im Blog.                                                                                                     

Bitte gehen Sie aber davon aus, dass bei einer Verlängerung des staatlichen Lockdowns auch weiterhin keine Veranstaltungen in unserer Kirche stattfinden werden.

Pastor M. Zehrer | Di, 05.01. | 12 Uhr                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     

Zum 6. Januar 2021

Ein Kommentar zu „Zum 6. Januar 2021

  • 9. Januar 2021 um 22:39
    Permalink

    Danke, Matthias.

    Mein Loblied

    Wenn Stürme um mich weh‘n
    so bleib ich stur auf Gottes Spur.
    Ihm allein vertraue ich.
    Sein Wille soll geschehn,
    denn sein Plan ist der beste für mich..

    Carolin Schulze

    Antworten

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